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Justizzentrum Chemnitz auf dem Kaßberg übergeben - Stadträte ausgeladen  E-Mail
Freitag, 16 Januar 2009
Es gibt sie doch noch in Chemnitz. Bauprojekte die ohne großen Trubel, um Bauverzögerungen oder Kostenexplosionen, pünktlich fertig gestellt und an die Nutzer übergeben werden. Das Justizzentrum Chemnitz auf dem Kaßberg (Hohe Straße / Gerichtsstraße) wird heute feierlich, nach knapp anderthalb-jähriger Bauzeit (Baubeginn 12. April 2007, Grundsteinlegung 09. August 2007), an die künftigen Nutzer übergeben. Im Neu/Anbau am bereits bestehenden Justizstandort sind nun neben dem bereits ansässigen Landgericht auch das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Chemnitz zu Hause. Für die Behördenmitarbeiter, Richter und Staatsanwälte hat diese Konzentration an einem Standort vor allem Zeitvorteile. Während gerade Staatsanwälte bislang zwischen der Annaberger Straße und der ehemaligen Hauptpost (hier war das Amtsgericht bis Ende 2008 untergebracht) bzw. dem Landegericht auf dem Kaßberg hin und her pendeln mussten, statt bösen Buben zu jagen, können sie sich nun voll und ganz in einem Haus die Sitzungspausen effizient mit Arbeit vertreiben.

Das große Manko das dieser Standort aus Sicht der Stadt Chemnitz jedoch hat, ist der Standort selbst. Den Chemnitzer Stadträten, die weder zur Grundsteinlegung noch zur heutigen Eröffnung eingeladen wurden, wäre ein innerstädtischer Standort lieber gewesen. Auch vor dem Hintergrund der Parkplatzproblematik auf dem vorderen Kaßberg. Die Entscheidung über den Standort des 10.800 m² Behördenneubau fällten jedoch andere, hier der Freistaat Sachsen. Und das obwohl es gut durchdachte Nebenangebote für innerstädtische Flächen gab.
Wie sich der Alltag für die gut 500 Mitarbeiter am Standtort entwickeln wird und wie im speziellen die Parkplatzproblematik in Zukunft noch die Gemüter der Anwohner erhitzt bleibt abzuwarten. Ebenso wie sich die Unterhaltung des ersten Projektes in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP / PPP) in Sachsen in der Praxis etabliert. Wenn das Modell, in dem eine privates Unternehmen (Billfinger&Berger) ein Gebäude errichtet, für eine feste Laufzeit die Unterhaltung betreibt und sich die öffentliche Hand einmietet, durchsetzt und sich die prognostizierten Einsparung im Vergleich zum konventionellen eigenen Neubau zeigen, dann dürfte dies die Entscheidungen für das Schulzentrum an der Heinrich-Schütz-Straße positiv beeinflussen. Auch hier ist dieser Finanzierungsvariante angedacht, allerdings fehlen neben Erfahrungswerten auch klare Regeln seitens des Freistaates, etwa über den Einsatz von Fördermitteln.
 
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