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Wiederholt Brände bei Recyclingfirmen - Vorsorgemaßnahmen offenbar unzureichend  E-Mail
Montag, 23 Juli 2007
Brände wie der gestrige auf dem Gelände der Chemnitzer Entsorgungsfirma CED sind in der Recyclingbranche keine Seltenheit: Im September 2005 brennen 15.000 Tonnen Plastikmüll tagelang auf einer Kippe in Bernau. In einer Recycling - Firma im Landkreis Leer bricht im November 2006 ein Großfeuer aus. Ebenfalls im November gibt es einen Großbrand im Recyclinghof Ottendorf-Okrilla.

Im Januar 2007 brennt die Müllaufbereitungsanlage Reichenbach-Schneidenbach. Im März 2007 fährt der Großbrand von 2.000 Kubikmetern Plastikmüll auf einem Recyclinghof in Berlin-Britz den Berlinern in die Nase. Im selben Monat gerät eine Aufbereitungsanlage für Plastik einer Lauinger Recycling-Firma ebenfalls in Brand. Ende Mai 2007 gibt es einen schweren Brand bei einer Dresdner Recyclingfirma. Im Juni 2007 brennen 100 Tonnen Verpackungsabfall auf dem Hof der Main-Taunus-Recycling GmbH. Zum wiederholten Mal brennt es auch bei einer Recyclingfirma in Wunsiedel. Am 16. Juli 2007 brennt in Bochum-Riemke eine Lagerhalle mit Kunststoff-Abfällen ab. Der Rauch ist im ganzen Ruhrgebiet zu sehen. Eine Woche später brennt die ca. 5.000 qm großen Halle der Chemnitzer Firma CED mit DSD-Verpackungsabfällen nieder. Soweit die unvollständige Aufzählung.

Volkmar Zschocke, Vertreter der Grünen im Chemnitzer Umweltausschuss: "Bei dieser Häufung von Bränden im Zusammenhang mit Verpackungsabfällen drängt sich die Frage auf, ob die Sicherheitsbestimmungen für derartige Anlagen und Lagerhallen ungenügend sind. Der gnadenlose Preiskrieg in der DSD*-Verwertungsbranche lässt offenbar wenig finanziellen Spielraum für Investitionen in die Anlagensicherheit."

In Chemnitz liegen einige Recyclingfirmen in unmittelbarer Nähe von Wohnsiedlungen. Zschocke: "Überall dort muss jetzt genau geprüft werden, ob die Vorsorgemaßnahmen wirklich ausreichend sind!"

Angesichts der riesigen Rauchwolke gestern über Chemnitz erscheinen die Bemühungen zur Feinstaubminimierung geradezu absurd. Zschocke: "Wie soll zum Beispiel den Chemnitzer Kleingärtnern vor diesem Hintergrund das Verbrennungsverbot von Gartenabfällen vermittelt werden?"

 
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