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Zahlreiche Abrisse von Altbauten in Chemnitz  E-Mail
Freitag, 20 Oktober 2006
stadtforum-chemnitz.deIn Chemnitz wurden wie in weiteren anderen Städten Ostdeutschlands in Vergangenheit bereits zahlreiche historisch wertvolle Wohngebäude mit Hilfe der Fördergelder des Stadtumbaus Ost abgerissen. Weitere Häuser stehen kurz- oder mittelfristig vor dem Abriss, so zahlreiche in Schlosschemnitz und Sonnenberg, wo auch in größerem Maße Gebäude aus völlig intakten Strukturen entfernt werden, ohne dass teilweise eine klare Nachnutzung erkennbar ist. Oftmals hinterbleiben Brachflächen, die Straßenlärm in die aufgebrochenen Karreestrukturen lässt. Damit ist mit der Wende von 1989 verbundene Wunsch vieler Bürger, dass die in der DDR vernachlässigte Altbausubstanz wieder saniert wird, bis zum heutigen Zeitpunkt nur teilweise erfüllt worden. Aus der Sicht vieler Wohnungsbauexperten ist diese Verwendung der Fördergelder des Stadtumbaus Ost als Fehlinvestition zu betrachten, da das Programm unter dem Grundsatz der schrumpfenden Stadt von außen nach innen läuft. Dagegen werden die Fördergelder in teilweise für Abrisse meist sanierungswürdiger Altbauten verwendet, welche allerdings langfristig weiterhin nachgefragt und wertstabil sein sollen. Aktuelle Beispiele für eine solche Politik sind die zunehmende Fragmentierung der Karrees des Sonnenbergs und des Abriss des geschichtsträchtigen "Rundbaus" des Heimgartenviertels, welcher nach einer klaren Ablehnung des Denkmalschutzes durch das Regierungspräsidium doch bewilligt wurde. An anderen Stellen in der Stadt funktioniert die Aufwertung solcher Baukultur, wie bspw. am Brühl.

Einige Bürgerinitiativen haben sich aus diesem Grund in Chemnitz, Leipzig und weiteren Städten formiert, um auf die aus ihrer Sicht falsche Verwendung der Fördermittel aufmerksam zu machen und diese in Zukunft zu unterbinden. Aus ihrer Sicht sollte der scheinbar rücksichtslose Abriss histrorisch wertvoller Gebäude vermieden werden und ein kurzfristig gedachter Umgang mit Baudenkmälern beendet werden. Dazu sollen in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Beteiligten Lösungen erarbeitet werden und Alternativen zum Abbruch aufgezeigt werden, um die hiesige Kulturlandschaft vor ihrer zunehmneden Zerstörung zu bewahren. Ein ähnlicher Prozess ging in den 60er und 70er Jahren in Westdeutschland mit der modernen Überformung der Innenstädte einher, die heutzutage eher bedauert wird. Neben Architekten, Rechtsanwälten, Journalisten und anderer Personen versucht auch Bundestagsmitglied Peter Hettlich im Stadtforum auf die falsche Verwendung der Fördermittel vor allem seitens der stadteigenen GGG aufmerksam zu machen, die bereits in der überregionale Presse wie bpsw. in einer Artikelreihe der "Welt" publik geworden ist. Angestrebt ist ein Dialog zwischen den kommunalen wie privaten Wohnungseigentümern, interessierten Bürgern, den Verantwortlichen des Bauderzernats und des Stadtforums. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Ludwig ist bereit, diese konstruktive Zusammenarbeit herzustellen. Es gilt, den Stadtumbau Ost trotz der demografischen Probleme zu einem Erfolg zu führen, indem das städtische Gesicht von Chemnitz bewahrt wird..

Weitere Informationen: http://www.stadtforum-chemnitz.de

[Dieser Beitrag wurde bereitgestellt durch SEBASTIAN WALTER. Gerne vermitteln wir Ihnen den Kontakt zum Urheber]
 
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